Orientteppich

Orientteppiche sind nach strengster Definition Teppiche, die im Orient von Hand geknüpft werden. Die größten Teppichexporteure für Orientteppiche sind Iran, Afghanistan, Marokko, Pakistan und Nepal.

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Perserteppiche sind ebenfalls Orientteppiche, werden jedoch nur im Iran, früher bekannt als Persien, hergestellt. Der wichtigste Unterschied zwischen einem Orientteppich und einem Perserteppich ist also der Ort, wo der Teppich hergestellt wurde.

Perserteppiche wie Korkwolle-Teppiche, Seidenteppiche, Wollteppiche werden mit bis zu über 1,2 Mio Knoten pro m² geknüpft!

Orientteppiche sind traditionell für ihre enorme Vielfalt in Design, Farbe, Größe und Knüpfart bekannt.

Darüber hinaus sind sie für die Einzigartigkeit jedes produzierten Teppichs bekannt. Orientteppiche werden im Allgemeinen nach dem Dorf, der Stadt oder der Provinz benannt, in dem sie geknüpft werden.

Ein Teppich verleiht Räumen Lebendigkeit

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Die Geschichte des Orientteppichs

Die Kunst des Teppichwebens existierte im Iran schon in der Antike. Nach Meinung von Wissenschaftlern stammt der älteste erhaltene Teppich der Welt, der Pazyryk-Teppich, aus der Zeit der Achämeniden, ca. 500 v. Chr.

Historische Aufzeichnungen zeigen, dass der achämenische Hof von Cyrus dem Großen in Pasargadae mit prächtigen Teppichen geschmückt war. Das war vor über 2500 Jahren. Alexander II. von Mazedonien soll von den Teppichen im Grabbereich von Kyros dem Großen in Pasargadae geblendet worden sein.

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Woraus sind Perserteppiche gemacht?

Die am häufigsten verwendeten Materialien für Perserteppiche sind Wolle, Seide auf Baumwolle und häufiger auch Korkwolle. Manchmal wird Kamel- oder Ziegenwolle von Stammeswebern verwendet. ___ Kamel weg, Ziegen weg, Familie

Wolle ist das am weitesten verbreitete Material zum Weben von handgefertigten Perserteppichen. Hauptsächlich weil sie weich und haltbar ist, aber auch aufgrund der Verfügbarkeit für die iranische Bevölkerung.

Die beste Wolle stammt im Allgemeinen aus kälteren Höhen, von denen es in dem Iran viele gibt. Die feinste Wolle, die man Korkwolle nennt, wird von den Schultern und dem Unterbauch eines Lammes geschoren.

Seide stammt ursprünglich aus China. Weil Naturseide sehr teuer ist, kommt sie nicht so oft in Teppichen vor. Im Vergleich mit anderen Naturfasern ist Seide nicht nur fein, sondern auch extrem strapazierfähig.

Seidenteppiche sind mit aufwändigerer Arbeit, komplexen Details und höheren Kosten verbunden, deshalb ist es besser, wenn Sie in einem Raum genutzt und geschätzt werden. Öfter sind kleine Mengen von Seide auch in Wollteppichen vorhanden, um bestimmte Details zu betonen.

Baumwolle ist eine starke Naturfaser. Sie ist häufig die Grundlage für Kett- und Schussfaden für handgeknüpfte Teppiche, da Baumwolle weniger anfällig für Feuchtigkeit und anschließendes Dehnen ist.

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Farben

Die Kunst, Wolle, Korkwolle und Seide mit natürlichen Substanzen zu färben, hat eine lange Tradition und setzt sich bis heute fort. Für das Färben werden Extrakte aus Blumen, Obst, Gemüse, Wurzeln, Beeren,  Safranblätter und Hennablätter verwendet.

Farbstoffe aus natürlichen Substanzen bieten eine riesige Auswahl an verschiedenen Farbtönen.

Knotenarten

Der asymmetrische oder persische Knoten ist für Iran und in nahe gelegene Länder wie Indien, der Türkei, Ägypten und China bekannt. Um diesen Knoten zu bilden, wird Garn um einen Kettfaden gewickelt. Dann unter den benachbarten Kettfaden geführt und an die Oberfläche zurückgebracht. Diese Art von Knoten kann ein feineres Gewebe erzeugen.

Der symmetrische oder
Sennehknoten ist für den Nordiran und die Türkei kennzeichnend. Um diesen Knoten zu bilden, wird Garn über zwei benachbarte Kettfäden geführt. Jedes Ende des Garns wird dann hinter eine Kette gewickelt und in der Mitte der beiden Ketten an die Oberfläche zurückgebracht.

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